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Mein Lesestoff

ilja trojanow
der wletensammler

doppelt schwer


Guten Morgen! Oder sollte ich sagen: Guten Vormittag?  Wie auch immer. Gerne wäre ich noch ein
bisschen im Bett geblieben, aber es gibt zwei Gründe, warum ich es nicht getan
habe. Erstens ist heute Marathon und unten vor der Haustür sitzt eine ziemlich
laute Musikantentruppe. Es würde kaum einen Unterschied machen, wenn die bei mir
im Wohnzimmer wären. Das Getrommel beglückt mich jährlich um diese Zeit seit
halb zehn. Im Radio kann man sich nichts anhören und im TV kann man auch
entweder nur die Marothon-Übertragung sehen oder irgendwas mit Untertitel.

Und der zweite Grund, warum sich liegen bleiben nicht lohnt, ist, daß
sich alleine liegen nicht lohnt. Denn besonders heute wie gestern früh vermisste
ich jemanden bestimmtes wieder mal sehr. Ich weiß, daß sie auch mit anderen
„ausgeht“. Sie ist eine von denen, die mindestens fünf Verehrer an jeder Hand
haben und sie spielt virtuos mit ihnen. Es gibt Leute, für die tut man bestimmte
Dinge gerne. Dinge, die man für andere nicht tun würde oder nur wenn es nicht
anders geht, man auf deren Gegenleistung angewiesen ist. Aber bei ihr tut man es
gerne, weil es einen gleichsam was gibt, ihr einen Gefallen zu tun. Es ist schön
wie schmerzhaft mit ihr zusammen zu sein, bzw. ein gewisses Maß an Zuneigung
bestimmter Beschaffenheit zu hegen, denn das, was wir haben ist weder exklusiv
noch irgendwie formal gefasst und sie ist wohl das, was man promisk nennt. Sie
hat mit mehr Leuten Bettgeschichten gehabt, als ich überhaupt kenne. Es macht
mir nichts aus, wie es Männern normalerweise was ausmacht, weil ihre Freundin
nicht mehr das unschuldige Bambi ist, dem sie imponieren können und die Welt
zeigen. Ich beneide sie um die Lebenserfahrung; auch die, die sie in der
vertikalen gemacht hat. Denn mir fehlt sie eigentlich gänzlich. Ich habe nie
gejobbt und  auch in anderer
Hinsicht niemand, für den sich andere interessieren, ich kann froh sein, wenn
ich wahrgenommen werden, was ich allerdings oft genug nicht bin bzw. war, da es
sich um negative Erlebnisse handelt. Nun ist es so, daß dieses liebenswerte
Mädchen -Frau-  mich tief traurig
macht, auch da sie mir unwissentlich und unwillentlich vor Augen führt, wie
defizitär ich bin und sein werde, und dennoch möchte ich fast vor ihr in die
Knie sinken, sie festhalten und bitten, mich nie gehen zu lassen. Ich weiß, daß
auch wenn ich nicht will, ich auch nur ein Punkt der langen Linie ihrer
Liebschaften sein werde. Und das werde ich sein. Denn sie wird ihrem Wesen treu
bleiben und ich, ich mache alles, was unsere Sache -eigentlich die Sache
zwischen ihr und mir, denn ein uns gibt es wohl nicht- kompliziert macht,
da ich sie regelmäßig mit meinem Minderwertigkeitskomplex zunöle. Es ist nicht
selten leicht für mich, Freude zu empfinden, zumal ich nicht weiß, wohin mit
mir, was ich im Leben will; ich habe nicht mal einen Grund, morgens aufzustehen,
und soziale Kontakte, sprich Freunde habe ich auch kaum. Es kann schon mal ein
Tag vergehen, an dem ich kein Wort mit niemandem gesprochen
habe.

Und
dennoch - ich wünsche mir so sehr, daß sie nie aufhört, mich mit so lieben Augen
anzusehen, wie sie es bisweilen tut, denn das könnte ich nicht ertragen. 

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Zuletzt aktualisiert: 8. Mai, 22:33

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